Aerobic ist eine Form von Fitnesstraining, die Anfang der 1980er Jahre in Europa vor allem bei jüngeren Frauen sehr populär wurde. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Konditionstraining, das zumeist in Gruppen durchgeführt wird. Eine Trainerin oder ein Trainer gibt dabei die Übungen vor und fungiert als Motivator für die Teilnehmer. Das Ganze findet begleitet von moderner Musik statt. Die einzelnen Übungen sind eine Mischung aus klassischer Gymnastik und freiem Tanz. Aerobic-Trainer bedienen sich zur Steuerung der Teilnehmer allgemein in der Szene verbreiteter Kommunikationstechniken, dem Cueing. Unter Cueing versteht man verbale und nonverbale Anweisungen, mittels derer den Teilnehmern die geplanten Inhalte synchron zur Musik vermittelt werden. Es gibt international genormte Cues; die Aerobic-Fachsprache ist meist englisch. Optimales Cueing ist zeitlich so angelegt, dass die Teilnehmer wissen, wann sie was zu tun haben. Dazu gehören:
- standardisierte Gesten
- Ansagen
- Richtungen und Drehungen anzeigen
- Mimik, Körpersprache
- Kommunikation mit der Gruppe
Darüber hinaus kommen Techniken zum methodischen Aufbau choreographischer Ziele (Breakdown), in Harmonie mit der eingesetzten Musik zum Einsatz: Aerobic kann unchoreographisch einfache Bewegungsabläufe vermitteln. Je nach Leistungsstand der Zielgruppe sind aber auch komplizierte Bewegungsmuster mit variierenden Raumwegen und Drehungen möglich.
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